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Samstag, 16. August 2008
Holländer und Kinder für die Lausitz ...
xiii, 20:34h
Es gibt Assoziationen, die sind so assi, dass sie ohne die Assimilation mit etwas echt Gutem nicht vermittelbar sind. Als wir erfahren haben, dass es in der Region Überlegungen gibt, die Babyklappe in Krankenhäusern einzuführen, haben wir spontan zugestimmt.
Da Babys – diese noch viel zu kleinen Menschen – gerne und häufig die Klappe aufreißen, um der Welt Unverständliches mitzuteilen, haben wir intensiv über den Sinn dieser Vorrichtung nachgedacht: Jetzt wollen die, dass es an Krankenhäusern quäkt und plärrt. Werden damit gebärfähige Frauen animiert, Kinder zu produzieren – um Mister Demografie (diesem Unhold der Region) ein Schnippchen zu schlagen?
Haben das mit der akustischen Triebsteuerung nicht amerikanische Wissenschaftler herausgefunden? Als wir jedoch lesen mussten, dass es rechtliche Bedenken gegen die große Klappe gibt, waren wir enttäuscht. Dabei reden doch alle davon, dass der Zweck die Mittel heiligt – und das Demografieproblem unser aller ist. Und wir die verdammte Pflicht hätten, nachts – naja, das gehört nicht hierher ...
Wenn schon keine Kinder, dann wenigstens Holländer. Erstens sind die aus dem Gröbsten raus. Zweitens haben die Käse und Blumen – wogegen nix einzuwenden gibt. Und drittens: Wenn ein so ein Holli in Uhyst ein schnieke-pieke-feines Hotelchen aus dem kleinen Schlösschen machen will, soll er!
Dann gibt es Blümchen in Uhyst, Leute kommen vorbei, die so lustig sprechen – und Milchprodukte sind ja gut für den Calziumhaushalt. Eine Frage hätten wir aber: Baut er auch gleich einen Caravan-Camping-Parkplatz? Vielleicht gleich am Bäri-See, das würde den Helden auf dem provisorischen, blumenlosen Platz sicher gefallen – und wäre wohl auch für uns bezahlbar.
Da Babys – diese noch viel zu kleinen Menschen – gerne und häufig die Klappe aufreißen, um der Welt Unverständliches mitzuteilen, haben wir intensiv über den Sinn dieser Vorrichtung nachgedacht: Jetzt wollen die, dass es an Krankenhäusern quäkt und plärrt. Werden damit gebärfähige Frauen animiert, Kinder zu produzieren – um Mister Demografie (diesem Unhold der Region) ein Schnippchen zu schlagen?
Haben das mit der akustischen Triebsteuerung nicht amerikanische Wissenschaftler herausgefunden? Als wir jedoch lesen mussten, dass es rechtliche Bedenken gegen die große Klappe gibt, waren wir enttäuscht. Dabei reden doch alle davon, dass der Zweck die Mittel heiligt – und das Demografieproblem unser aller ist. Und wir die verdammte Pflicht hätten, nachts – naja, das gehört nicht hierher ...
Wenn schon keine Kinder, dann wenigstens Holländer. Erstens sind die aus dem Gröbsten raus. Zweitens haben die Käse und Blumen – wogegen nix einzuwenden gibt. Und drittens: Wenn ein so ein Holli in Uhyst ein schnieke-pieke-feines Hotelchen aus dem kleinen Schlösschen machen will, soll er!
Dann gibt es Blümchen in Uhyst, Leute kommen vorbei, die so lustig sprechen – und Milchprodukte sind ja gut für den Calziumhaushalt. Eine Frage hätten wir aber: Baut er auch gleich einen Caravan-Camping-Parkplatz? Vielleicht gleich am Bäri-See, das würde den Helden auf dem provisorischen, blumenlosen Platz sicher gefallen – und wäre wohl auch für uns bezahlbar.
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Die wollen nur spielen ...
xiii, 20:33h
Mit spitzen Ohren haben wir noch die Stimme Spockys oder von Käpt’n Kirk oder einer anderen fernsehmusealen Kunstfigur im Ohr, die „Energie!“ ruft. Und dann fliegt das Raumschiff wie von der Tarantel gestochen los, Ende gut, alles gut. Kurz haben wir deshalb ein glücklich-schelmisches Lächeln aufgelegt, als uns der Energiegigant Envia M mitteilte, dass er in diesem Jahr 3,8 Millionen Euro für die tollen Ultrahochleistungsstromversorgungsleitungen im Niederschlesischen Oberlausitzkreis aufwendet. Super. Die Info kommt am 8.8. – die Menschen heiraten und haben andere Sorgen. Die Envialeute haben Niederschlesien in den Oberlausitznamen zurückgebracht. Ein großes: Bedank! Weiter so mit NOL. Es wäre auch möglich, nach Altkreis Weißwasser und Niesky zu unterscheiden. Oder vielleicht gleich in einige adlige Parzellen, wie sie hier vor 1871 bestanden haben. Fürstlich egal.
Die Energiemenschen haben uns dann auf eine Idee gebracht – und zwar in einer dieser scheinbaren Arbeitspausen, die natürlich bei den Zeitungsmenschen als kreative und tiefsinnige, geradezu selbstprüfende Tätigkeit verbucht wird: Wo gibt’s denn den NOL noch? Die Dresdner Papiertigerreformer haben uns das Dingens weggenommen, aber es muss doch irgendwo auf dieser Welt noch etwas NOL übrig sein. Denken und gucken – da ist es. Und zwar in Singapur. Dort gibt es eine „Reederei NOL“. Die haben nichts mit statischen Reet-Dächern, sondern mit mobilen Schiffchen zu tun. Das heißt, die machen für uns Werbung auf allen Meeren der Welt – und da sie auch mit der Fliegerei zu tun haben, sind Spocky und Kirk nicht weit. Herrlich!
Gar nicht herrlich sind die vermaledeiten Spritpreise. Unsere Pächties von der Tanke stöhnen, wir auch – und die Brummifahrer sowieso. Es gibt aber Hoffnung. Da die Welt sich aber dreht, sich in der Geschichte alles wiederholt, die heute arm sind, morgen reich werden und Gut und Böse in der Waage bleiben – müssen die Preise ja bald wieder niedrig bei uns sein. In der Zentralafrikanischen Republik kostet der Liter Benzin 0,08 Euro, beim olympischen Dorf in China 0,51. Höchstens noch ein bis zwei Wochen, dann ist die Spritsparwelle bei uns. Alles wird guddi!
Die Energiemenschen haben uns dann auf eine Idee gebracht – und zwar in einer dieser scheinbaren Arbeitspausen, die natürlich bei den Zeitungsmenschen als kreative und tiefsinnige, geradezu selbstprüfende Tätigkeit verbucht wird: Wo gibt’s denn den NOL noch? Die Dresdner Papiertigerreformer haben uns das Dingens weggenommen, aber es muss doch irgendwo auf dieser Welt noch etwas NOL übrig sein. Denken und gucken – da ist es. Und zwar in Singapur. Dort gibt es eine „Reederei NOL“. Die haben nichts mit statischen Reet-Dächern, sondern mit mobilen Schiffchen zu tun. Das heißt, die machen für uns Werbung auf allen Meeren der Welt – und da sie auch mit der Fliegerei zu tun haben, sind Spocky und Kirk nicht weit. Herrlich!
Gar nicht herrlich sind die vermaledeiten Spritpreise. Unsere Pächties von der Tanke stöhnen, wir auch – und die Brummifahrer sowieso. Es gibt aber Hoffnung. Da die Welt sich aber dreht, sich in der Geschichte alles wiederholt, die heute arm sind, morgen reich werden und Gut und Böse in der Waage bleiben – müssen die Preise ja bald wieder niedrig bei uns sein. In der Zentralafrikanischen Republik kostet der Liter Benzin 0,08 Euro, beim olympischen Dorf in China 0,51. Höchstens noch ein bis zwei Wochen, dann ist die Spritsparwelle bei uns. Alles wird guddi!
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Am Tage-bau-en ...
xiii, 20:31h
Als wir uns kettenrauchend den Kettenbagger im Tagebau ansahen, hatten wir das hochemotionale Bedürfnis, einen Baumarkt unseres Vertrauens aufzusuchen. Dort wollten wir ne Kette (extrem weltraumerprobter Spezialstahl) kaufen und uns am Aussichtsturm der Vattenfaller anketten. Die Trebendorfer sollen sich ja überlegen, wo sie wie hinziehen, wenn die Bagger kommen. Aber wir werden einfach ignoriert. Wir wollen jetzt auch abgebaggert werden. So richtig mit weg und umziehen und alles neu machen. Wir dachten da an ein nicht zu prunkvolles Schlösschen, vielleicht mit einem Teich inklusive jährlicher Gießwasserbegünstigungsfüllung und so einer allerhöchstgräflichen Zufahrt mit Kies. Bislang will Vattenfall bei uns nicht baggern – wir suchen deshalb einen Superexperten, der Kohlevorkommen bei uns diagnostiziert. Die Chance ist natürlich gering, denn wir Lausitzer haben wenig Kohle. Kies, Schotter, Asche, Bares, Bimbes, Heu, Knete, Kröten, Mammon, Mäuse, Moneten, Moos, Penunze, Piepen, Pulver, Taler und Zaster haben wir nur ab und an – naja, vielleicht ist bei Schotter, Asche, Heu, Mäusen und Kröten ne Ausnahme zu machen – aber Geld haben wir nicht. Zwar hat sich das mit der Arbeitslosigkeit entspannt, aber mal ehrlich, die 13,2 Prozent in Niesky und die 17,1 in Weißwasser sind doch nicht wirklich gut. Klar freuen wir uns, dass wir unsere neuen Freunde in Görlitz, die sich ja unseren Kreisbewegungen zum 1. August angeschlossen haben, prozentual grün und blau schlagen – die gurken dort bei 20 rum. Aber so richtig gut finden wir dass nicht. 19 Zigaretten später ist die Schachtel leer. Jetzt könnten wir vor Frust heulen, oder in eine Kneipe gehen. Denn das Rauchverbot scheint ja zu kippen – und Kippen gibt's in Kneipen oder bei Fuhrunternehmern mit Kipperlizenz. Doch die Kneiper wollen uns per se keine Kippe anzünden und mit Fuhrunternehmern ist bei den Spritpreisen auch nicht gut zu sprechen. Dann doch lieber Sprit aus der Kneipe und die Sorgen vergessen. Die wachsen derzeit ins unermessliche, seit Donnerstagnacht uns das Niederschlesien gestrichen wurde. Das ist fies – wir brauchen jetzt ne Kippe!
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Warnen, sparen, Kinder machen ...
xiii, 20:30h
Alle finden sparen toll – oder tun so. Aus anerzogenem Protestdenken haben wir uns einen Nougatriegel für 3,99 Euro gekauft und gesagt: Nö! Konsum, nicht der Verzicht, rettet die Region. Ja, klar, das Nougat kommt aus dem Westen und der Konzern ist kein deutscher – aber zumindest haben wir das Geld in der Region gelassen. Aber das schlechte Gewissen hat uns als Selbstkasteiung den Gedanken eingegeben: Lass ihn verfallen! Also haben wir den Teuerungsriegel der Sonne ausgesetzt – bis er nicht mehr essbar war. Dadurch mussten wir einen neuen Riegel käuflich erwerben – allerdings etwas billiger. Wieder das Geschäft angekurbelt.
Das ist alles ein billiger Trick, haben sich auch die Sanis im DRK gedacht. Die würden sich nämlich auch nach der Ausschreibung des Rettungsdienstes gerne ab und an einen süßen Riegel leisten, wissen aber nicht, zu welchen Konditionen sie künftig arbeiten werden – oder ob sie sich durch das soziale Netz selbst retten lassen müssen. Das ist bittere Scho(c)kolade.
Dessen ungeachtet, haben unsere Entscheider was für Kinder und ihre schokobeschmierten Münder getan. Der sächsische Bildungsplan sieht nämlich voll die echt krasse alternative Erziehungsschiene vor. Also eher nach dem Motto: Hey Torben, gib dem alten Mann seinen Stock wieder, hilf ihm wieder auf und nimm dir einen Keks. Torben? Na gut, aber sag Dankeschön zu dem Mann ... Ist schon in Ordnung: Werk-, Kunst-, Ruhe- und Selbstfindungsräume für die lieben Kleinen sind gefordert – also kriegen sie die auch. Allerdings könnten sich dadurch einige Kommunen leicht in den Dispo begeben – und die Eltern gleich mit. Denn Erziehung, auch die superalternative, ist teuer. Und die Eltern sollen künftig was drauflegen, damit wir uns mit großen Schritten dem Status Hausmädchen oder Privatlehrer nähern.
Egal. Die Lösung ist nahe: Schoko löst nämlich Glücksgefühle aus und spendet Energie. Die kann ja zum glücklichen Kindermachen eingesetzt werden. Gibt es mehr von den Rackern, werden die Kitas voller und der Einzelpreis geht runter. Wer also heute noch Schoko kauft und die Nacht nutzt, spart.
Das ist alles ein billiger Trick, haben sich auch die Sanis im DRK gedacht. Die würden sich nämlich auch nach der Ausschreibung des Rettungsdienstes gerne ab und an einen süßen Riegel leisten, wissen aber nicht, zu welchen Konditionen sie künftig arbeiten werden – oder ob sie sich durch das soziale Netz selbst retten lassen müssen. Das ist bittere Scho(c)kolade.
Dessen ungeachtet, haben unsere Entscheider was für Kinder und ihre schokobeschmierten Münder getan. Der sächsische Bildungsplan sieht nämlich voll die echt krasse alternative Erziehungsschiene vor. Also eher nach dem Motto: Hey Torben, gib dem alten Mann seinen Stock wieder, hilf ihm wieder auf und nimm dir einen Keks. Torben? Na gut, aber sag Dankeschön zu dem Mann ... Ist schon in Ordnung: Werk-, Kunst-, Ruhe- und Selbstfindungsräume für die lieben Kleinen sind gefordert – also kriegen sie die auch. Allerdings könnten sich dadurch einige Kommunen leicht in den Dispo begeben – und die Eltern gleich mit. Denn Erziehung, auch die superalternative, ist teuer. Und die Eltern sollen künftig was drauflegen, damit wir uns mit großen Schritten dem Status Hausmädchen oder Privatlehrer nähern.
Egal. Die Lösung ist nahe: Schoko löst nämlich Glücksgefühle aus und spendet Energie. Die kann ja zum glücklichen Kindermachen eingesetzt werden. Gibt es mehr von den Rackern, werden die Kitas voller und der Einzelpreis geht runter. Wer also heute noch Schoko kauft und die Nacht nutzt, spart.
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