Freitag, 5. September 2008
Wehret den Anfängen ...
Die Wehr hats schwer. Das haben wir in dieser Woche eindrücklich erfahren. Nach dem Ärger über zerrammelte Waldwege, die ein Fortkommen behindern, nach dem Hinweis auf altersschwache Technik und dem Fingerzeig auf Betriebe, die ihre Mannen nicht für Einsätze gehen lassen wollen – nun also die Nachwuchsfrage.
Zu DDR-Zeiten haben wir es superspannend gefunden, mit so nem C-Schlauch auf dem Übungsgelände die Zielscheiben wasserzustrahlen. Und was haben wir gestrahlt, wenn es Fettbemmchen in der Pause gegeben hat – mit Grieben und Salz. Und der Ausweis als Junger Brandschutzhelfer war mehr wert in den Schulhofpausen, als so ein doofer Schülerausweis. Der Feuerwehr fehlt der Kultstatus in der Jugend. Aber das lässt sich doch lösen. Gibt es nicht ein Computer-Spiel Fire-Fucker? Kann man das nicht per Brandschutzbedarfsplan bestellen? Erst daddeln, dann löschen! Oder vielleicht ein Ausflug zu MC Donald nach jeder größeren Übung. Oder extra Feuerwehrturnschuhe, um die einen jeder beneidet. Na, denkt mal drüber nach, es brennt schon.
Ein wenig schuldig haben wir uns gefühlt, als der Schilderklau in dieser Woche in die Gänge gekommen ist. Wir hängen ja alle am Niederschlesischen und der Oberlausitz. Aber wir dachten, uns rein schreiberisch klar ausgedrückt zu haben. Kaufen, nicht dieben! So was tut ein guter Niederschlesier oder Oberlausitzer nicht. Zudem wird die Grundplatte der Ortsnamen-Schilder gebraucht. Die Folie ist nur unaktuell, und wird peu á peu ersetzt. Also liebe Heimatfreunde, liebe Freundinnen, fragt im Amt oder Betriebshof nach den alten Ortsfolien, achtet das Gesetz, respektiert die Werte der Gesellschaft – oder malt euch selbst ’n Schild.

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Ideensuche, oder die Iden des März ...
Als wir nachsinnend, aber hochkonzentriert und frisch geduscht mit dem Automobil die Vattenfall-Kraftwerkstürme auf unserer Lieblingsbundesstraße passieren, da passiert es. Durch das Hoppeldihopp der Panzer-Betonstraße wird eine Idee aus dem Hirn geschüttelt. Könnte die Abwärme bei der Kohleverstromung nicht als Erdbodenheizung für einen Sechs-Sterne-Campingplatz genutzt werden? Und dann sind wir auch schon vorbei, blicken auf das Ufer des Bärwalder Sees – und denken: Da ham aber welche was falsch verstanden! Dort liegt Kohle am Strand. Also nicht im übertragenen Sinn, ala Touri- und Campingplatzentwicklung. Sondern echte Kohle. Dann macht uns ein Kurator darauf aufmerksam, dass das Absicht ist – wegen der Transnaturale. Wir aber wissen nun: Ein Kunststudium kommt für uns nicht in frage.
Verkehrshelfer ist aber auch nicht unser Metier. Es ist ja gar nichts Anrüchiges bei der Bezeichnung, aber es geht um Kinder. Die müssen sicher von A nach B. Das erweckt den Eindruck, als ob ein Sack Flöhe gehütet werden will. Dann doch lieber Buchstaben aneinanderreihen. Es gibt da nur 26 Stück und einige Umlaute. Das ist überschaubar.
Unüberschaubar ist eher die Bio-Epidemie. Jetzt gibt es also Karpfen aus naturbelassenen Seen, alle freischwimmend und glücklich. Wir dachten, die Karpfies würden sich in einem Teich, dessen Wasser mit Abwärme vom Kohlekraftwerk geheizt wird, sehr wohl fühlen. Aber die Idee gibt es schon. Mist.

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