Samstag, 15. März 2008
Wir denken an uns ...
Mit inoffizieller Anteilnahme haben wir die Empörung unseres Wirtschaftsgurus registriert, weil die Mantra-Menschen in Dresden zwar dicke im rumbosseln sind, aber nicht an die Region denken. Da lassen die den Chef raushängen bei der Organisation der Woche der offenen Unternehmen – aber wollen, dass unsere Leute hier alles dafür erledigen. Dabei haben wir doch eine eigene Woche organisiert. Und das Argument, die jungen Menschen aus Dresden wollen bei einem Lausitzer in die Lehre gehen – hey, ihr habt doch Infrastruktur, Schnellrestaurants, Unis, Leuchttürme und so nen Zeug. Wir sind doch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert. 500 Dresdner Dreherfirmen öffnen ihre Tore für einen Rundgang – und die Jugend steigt in die Bahn, um sich die Dreherbude in der Lausitz reinzuziehen? Unwahrscheinlich. Ne, es muss was vor Ort organisiert werden, regional, lokal, fast schon sublokal. Und das erledigen unsere Leute auch. Es gibt ja ne Woche an der Dreherbank oder in der Geldbank. Aber eben ein bissl später. Ist besser für unseren Nachwuchs, der so gleich doppelt gucken geht. Erst fahren künftige Azubis nach Dresden. Und können das einen Monat später mit ihrer Heimat vergleichen. Im April ist dann auch die Luft hier wieder besser.
Überhaupt die Jugend. Der haben wir von Amts wegen 1,6 Mille harter Euronen gegeben. Dank des Jugendhilfeausschusses gibt es also auch 2008 gute Unterhaltung für den Nachwuchs. So werden noch ganz patente Erdenbewohnern aus denen. Vielleicht ist sogar ein Wirtschaftsförderer darunter. Wenig förderlich ist das Umkippen des ganzen Windparkkrams gewesen. Üble Sache. Da stellt sich die Frage, ob die olle Sturmtieftante Kirsten vielleicht noch ne kleine Schwester hatte. Erst wird die Oberlausitz von dem Supervernichtungsorkan nur umweht, gestreift, angerempelt. Und dann kommt so nen kleiner Balg hinterher. Mistwetter!

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