Samstag, 16. August 2008
Warnen, sparen, Kinder machen ...
xiii, 20:30h
Alle finden sparen toll – oder tun so. Aus anerzogenem Protestdenken haben wir uns einen Nougatriegel für 3,99 Euro gekauft und gesagt: Nö! Konsum, nicht der Verzicht, rettet die Region. Ja, klar, das Nougat kommt aus dem Westen und der Konzern ist kein deutscher – aber zumindest haben wir das Geld in der Region gelassen. Aber das schlechte Gewissen hat uns als Selbstkasteiung den Gedanken eingegeben: Lass ihn verfallen! Also haben wir den Teuerungsriegel der Sonne ausgesetzt – bis er nicht mehr essbar war. Dadurch mussten wir einen neuen Riegel käuflich erwerben – allerdings etwas billiger. Wieder das Geschäft angekurbelt.
Das ist alles ein billiger Trick, haben sich auch die Sanis im DRK gedacht. Die würden sich nämlich auch nach der Ausschreibung des Rettungsdienstes gerne ab und an einen süßen Riegel leisten, wissen aber nicht, zu welchen Konditionen sie künftig arbeiten werden – oder ob sie sich durch das soziale Netz selbst retten lassen müssen. Das ist bittere Scho(c)kolade.
Dessen ungeachtet, haben unsere Entscheider was für Kinder und ihre schokobeschmierten Münder getan. Der sächsische Bildungsplan sieht nämlich voll die echt krasse alternative Erziehungsschiene vor. Also eher nach dem Motto: Hey Torben, gib dem alten Mann seinen Stock wieder, hilf ihm wieder auf und nimm dir einen Keks. Torben? Na gut, aber sag Dankeschön zu dem Mann ... Ist schon in Ordnung: Werk-, Kunst-, Ruhe- und Selbstfindungsräume für die lieben Kleinen sind gefordert – also kriegen sie die auch. Allerdings könnten sich dadurch einige Kommunen leicht in den Dispo begeben – und die Eltern gleich mit. Denn Erziehung, auch die superalternative, ist teuer. Und die Eltern sollen künftig was drauflegen, damit wir uns mit großen Schritten dem Status Hausmädchen oder Privatlehrer nähern.
Egal. Die Lösung ist nahe: Schoko löst nämlich Glücksgefühle aus und spendet Energie. Die kann ja zum glücklichen Kindermachen eingesetzt werden. Gibt es mehr von den Rackern, werden die Kitas voller und der Einzelpreis geht runter. Wer also heute noch Schoko kauft und die Nacht nutzt, spart.
Das ist alles ein billiger Trick, haben sich auch die Sanis im DRK gedacht. Die würden sich nämlich auch nach der Ausschreibung des Rettungsdienstes gerne ab und an einen süßen Riegel leisten, wissen aber nicht, zu welchen Konditionen sie künftig arbeiten werden – oder ob sie sich durch das soziale Netz selbst retten lassen müssen. Das ist bittere Scho(c)kolade.
Dessen ungeachtet, haben unsere Entscheider was für Kinder und ihre schokobeschmierten Münder getan. Der sächsische Bildungsplan sieht nämlich voll die echt krasse alternative Erziehungsschiene vor. Also eher nach dem Motto: Hey Torben, gib dem alten Mann seinen Stock wieder, hilf ihm wieder auf und nimm dir einen Keks. Torben? Na gut, aber sag Dankeschön zu dem Mann ... Ist schon in Ordnung: Werk-, Kunst-, Ruhe- und Selbstfindungsräume für die lieben Kleinen sind gefordert – also kriegen sie die auch. Allerdings könnten sich dadurch einige Kommunen leicht in den Dispo begeben – und die Eltern gleich mit. Denn Erziehung, auch die superalternative, ist teuer. Und die Eltern sollen künftig was drauflegen, damit wir uns mit großen Schritten dem Status Hausmädchen oder Privatlehrer nähern.
Egal. Die Lösung ist nahe: Schoko löst nämlich Glücksgefühle aus und spendet Energie. Die kann ja zum glücklichen Kindermachen eingesetzt werden. Gibt es mehr von den Rackern, werden die Kitas voller und der Einzelpreis geht runter. Wer also heute noch Schoko kauft und die Nacht nutzt, spart.
... comment