Freitag, 5. September 2008
Ideensuche, oder die Iden des März ...
Als wir nachsinnend, aber hochkonzentriert und frisch geduscht mit dem Automobil die Vattenfall-Kraftwerkstürme auf unserer Lieblingsbundesstraße passieren, da passiert es. Durch das Hoppeldihopp der Panzer-Betonstraße wird eine Idee aus dem Hirn geschüttelt. Könnte die Abwärme bei der Kohleverstromung nicht als Erdbodenheizung für einen Sechs-Sterne-Campingplatz genutzt werden? Und dann sind wir auch schon vorbei, blicken auf das Ufer des Bärwalder Sees – und denken: Da ham aber welche was falsch verstanden! Dort liegt Kohle am Strand. Also nicht im übertragenen Sinn, ala Touri- und Campingplatzentwicklung. Sondern echte Kohle. Dann macht uns ein Kurator darauf aufmerksam, dass das Absicht ist – wegen der Transnaturale. Wir aber wissen nun: Ein Kunststudium kommt für uns nicht in frage.
Verkehrshelfer ist aber auch nicht unser Metier. Es ist ja gar nichts Anrüchiges bei der Bezeichnung, aber es geht um Kinder. Die müssen sicher von A nach B. Das erweckt den Eindruck, als ob ein Sack Flöhe gehütet werden will. Dann doch lieber Buchstaben aneinanderreihen. Es gibt da nur 26 Stück und einige Umlaute. Das ist überschaubar.
Unüberschaubar ist eher die Bio-Epidemie. Jetzt gibt es also Karpfen aus naturbelassenen Seen, alle freischwimmend und glücklich. Wir dachten, die Karpfies würden sich in einem Teich, dessen Wasser mit Abwärme vom Kohlekraftwerk geheizt wird, sehr wohl fühlen. Aber die Idee gibt es schon. Mist.

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