Montag, 20. November 2006
Urlaub ergo sum ...
xiii, 19:37h
Es ist geschafft. Eine äußerst anstrengende Zeit vorbei. Zwei Wochen frei. Das reimt sich. Warum auch nicht, es geht um mich. Was sich allerdings am ersten Urlaubstag herausstellt, ist folgendes: Wie immer zu viel vorgenommen, nicht aus den Puschen gekommen, einen 100% inhouseday verlebt, nichts gescheites gelesen, nichts verfasst, keine Pläne geschmiedet, nicht die Alltagsaufgaben erledigt, Kopfschmerzen, keine ausgewogene Ernährung praktiziert, den Frühsport ohne mich abgekanzelt, hier und da die Äuglein geöffnet, was angefangen - um es nicht zuende zu führen, an Projekte gedacht, die hätten angegangen werden sollen (zumindest mal durchdacht) - aber auch das ist nichts geworden.
Ein typischer erster Urlaubstag also.
Aber: Erfahrungsgemäß ist das völlig normal. Der Druck aus den vergangenen Wochen ist weg. Es ist Leerlaufzeit - aber Körper und Geist sind noch auf Hochbetrieb eingestellt. Dass dann die Freizeit einem sinnlos erscheint, ist m.E. verständlich. Wieso solle sich bewegt werden, wenn das Ziel der Bewegung kein wichtiges ist, wenn die gestellte Aufgabe genausogut morgen erledigt werden kann, wenn der Urlaub also noch vor einem liegt, die Zeit nicht drängt, einen diverse Umstände ohnehin zu lokaler Verhaftung zwingen (z.B. Geld, Freunde, soziale Verpflichtungen) ...
Kurzum, es nervt, aber ist wohl in Ordnung so. Allein, dass hier ein neuer Eintrag ensteht, ist schon viel wert - vielleicht das Sinnvollste, was an diesem Tag passiert.
Aber: Zumindest einen Versuch des Denkens wagen. Was wäre so wenig komplex, dass es hier, bevor die Kopfschmerzen mit den Rückenschmerzen in einer Fequenz eine unheilvolle Allianz bilden, behandelt werden kann?
Artikel in der FAS über einen Soziologen gelesen, der sich für drei Jahre in einer Höhle verkriecht, um im Selbststudium Einsamkeit, Emotionalität, fehlendes Tageslicht - und vor allem Input auszuhalten und für sich zu analysieren. Klar ist, der spinnt. Klar ist aber auch: Mut hat er, und überzeugt ist er. Bei allen Facetten dieses Projekts lässt vor allem der Zeitverlust mannigfaltige Deutungen zu. Wir sind ja auf der Suche nach Sinn, Glück, Zufriedenheit. und die hängen zweifelsfrei mit der Zeit zusammen. Denn in erster Linie sind sie endlich. Genau genommen sind sie sogar von sehr kurzer Dauer. Vermutlich wäre der Mensch gar nicht in der Lage, über einen längeren Zeitraum Glück usw. zu erleben, ohne daran kaputt zu gehen. Das soll hier nicht diskutiert werden. Eher die Frage, ob denn Glück vielleicht ursächlich mit der Vergänglichkeit zusammenhängt ...
Die These: Ja.
Die Antithese: Nein.
Fakt ist, bezogen auf die eigene Lebenswelt, dass Glück immer in Momenten, Augenblicken, maximal in Minuten zu erfahren ist. Zufriedenheit hingegen ist eher eine basale Empfindung, die sich so lange erhalten lässt, bis eine negative Empfindung diese überlagert. Schwieriger ist es in puncto Sinn. Natürlich kann hier keine Antwort gegeben werden - sonst wäre dieser Blog obsolet, die Antwort bekannt, ein Buch würde ercheinen, vielleicht nur eine Schautafel, ein Manifest - und alle hätten die Möglichkeit Ihren Sinn zu suchen und zu finden. Geht nicht, ist nicht machbar - sorry.
Wir hatten uns schon einmal zum Glück - und wie es zu finden ist - verständigt (schreibender Weise, aber die lieben und unerklärlichen Blogger haben den Text nicht auf die Seite gehoben, weshalb er nunirgendwo im Orcus des www herumgeistert.
Egal - es ist vielleicht besser so, wenn es die Veröffentlichung nicht wert war ... ). Und damit kommen wir auch zu einem gewichtigen Punkt bei der Suche nach Zufriedenheit: Es geht hierbei nicht um das bloße Annehmen, das sklavische Sich-Fügen. Es ist eher das Erkennen der Situation (Blogbeitrag weg) und die Analyse (es hat nicht sollen sein, die Technik spinnt) und die Konsequenz (muss eben neu geschrieben werden) und die Lehre (scheint keine Veröffentlichung wert gewesen zu sein, unausgegoren, unfertig, irreführend).
M.E. resultiert diese Einstellung aus einer Art grundsätzlicher Zufriedenheit. Diese wiederum basiert auf einigen Wertvorstellungen, die selbst gesetzt sind und verfolgt werden (hier zum Beispiel, das sich nicht so wichtig nehmen, die Zuschreibung, dass äußere Umstände das eigene Ich nunmal definieren, dass es Ursache und Wirkung immerdar gibt - womit zum einen ein Grund existiert, das dieser Blogtext nicht übernommen wurde - technisch und sozial determiniert - und zum anderen, dass der Beitrag wesentlich besser verfasst werden kann).
Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob diese eben geleistet Darstellung so geschrieben ist, dass ein Leser folgen kann? Nicht etwa, weil es hochtrabend oder komplex beschrieben wäre - sondern schlichtweg unlogisch und zu wenig stringent aufgeschrieben ist. ...
Zurück zur Zufriedenheit: Ein entscheidenter Punkt sind also selbst gesetzte Werte. Die können, an gesellschaftlichen Maßstäben gemessen, auch schlecht und gemeinschaftfeindlich sein (Warum sollte ein Räuber nicht zufrieden sein können?). Entscheidend ist daran, dass sich derjenige seiner Werte bewusst ist. Der Autor geht fest davon aus, dass jeder Mensch einen selbst gesetzten Wertekanon hat, ihn nutzt, den Umständen mehr oder weniger flexibel (leichtfertig) anpasst und sich darauf zurückziehen kann. Nur ist das wichtigste Element hierbei die Bewusstheit. Wer sich der eigenen Werte bewusst ist, sich auf diese jederzeit berufen kann - und sich in dem selbstgesetzten Sinne auch treu bleibt - der hat die Möglichkeit eine Grundzufriedenheit zu erreichen.
Das Spaßige dabei sit ja, dass gleichwohl Gefühle wie Hass, Abscheu, Verachtung, Liebe, Egoismus etc. möglich sind - es hängt einfach nur vom Individuum und den selbst gesetzten Werten und Normen ab.
Wie ist es nun mit dem Glück im Zeitbezug? Da die Werte zeitlos gelten - sie sind ja nur von der Person abhängig, und somit nur so lange gültig, wie es die Person (also hier das selbstbewusste (soz.) Individuum) will. Auf Grundlage dieser Zufriedenheit ist m.E. Glück in Momenten möglich. Ausgelöst werden die durch mehrere Faktoren wie Musik, Literatur, soziale Interaktion etc.
Dazu kommen wir später - der Alltag hat mich justemente wieder.
Ein typischer erster Urlaubstag also.
Aber: Erfahrungsgemäß ist das völlig normal. Der Druck aus den vergangenen Wochen ist weg. Es ist Leerlaufzeit - aber Körper und Geist sind noch auf Hochbetrieb eingestellt. Dass dann die Freizeit einem sinnlos erscheint, ist m.E. verständlich. Wieso solle sich bewegt werden, wenn das Ziel der Bewegung kein wichtiges ist, wenn die gestellte Aufgabe genausogut morgen erledigt werden kann, wenn der Urlaub also noch vor einem liegt, die Zeit nicht drängt, einen diverse Umstände ohnehin zu lokaler Verhaftung zwingen (z.B. Geld, Freunde, soziale Verpflichtungen) ...
Kurzum, es nervt, aber ist wohl in Ordnung so. Allein, dass hier ein neuer Eintrag ensteht, ist schon viel wert - vielleicht das Sinnvollste, was an diesem Tag passiert.
Aber: Zumindest einen Versuch des Denkens wagen. Was wäre so wenig komplex, dass es hier, bevor die Kopfschmerzen mit den Rückenschmerzen in einer Fequenz eine unheilvolle Allianz bilden, behandelt werden kann?
Artikel in der FAS über einen Soziologen gelesen, der sich für drei Jahre in einer Höhle verkriecht, um im Selbststudium Einsamkeit, Emotionalität, fehlendes Tageslicht - und vor allem Input auszuhalten und für sich zu analysieren. Klar ist, der spinnt. Klar ist aber auch: Mut hat er, und überzeugt ist er. Bei allen Facetten dieses Projekts lässt vor allem der Zeitverlust mannigfaltige Deutungen zu. Wir sind ja auf der Suche nach Sinn, Glück, Zufriedenheit. und die hängen zweifelsfrei mit der Zeit zusammen. Denn in erster Linie sind sie endlich. Genau genommen sind sie sogar von sehr kurzer Dauer. Vermutlich wäre der Mensch gar nicht in der Lage, über einen längeren Zeitraum Glück usw. zu erleben, ohne daran kaputt zu gehen. Das soll hier nicht diskutiert werden. Eher die Frage, ob denn Glück vielleicht ursächlich mit der Vergänglichkeit zusammenhängt ...
Die These: Ja.
Die Antithese: Nein.
Fakt ist, bezogen auf die eigene Lebenswelt, dass Glück immer in Momenten, Augenblicken, maximal in Minuten zu erfahren ist. Zufriedenheit hingegen ist eher eine basale Empfindung, die sich so lange erhalten lässt, bis eine negative Empfindung diese überlagert. Schwieriger ist es in puncto Sinn. Natürlich kann hier keine Antwort gegeben werden - sonst wäre dieser Blog obsolet, die Antwort bekannt, ein Buch würde ercheinen, vielleicht nur eine Schautafel, ein Manifest - und alle hätten die Möglichkeit Ihren Sinn zu suchen und zu finden. Geht nicht, ist nicht machbar - sorry.
Wir hatten uns schon einmal zum Glück - und wie es zu finden ist - verständigt (schreibender Weise, aber die lieben und unerklärlichen Blogger haben den Text nicht auf die Seite gehoben, weshalb er nunirgendwo im Orcus des www herumgeistert.
Egal - es ist vielleicht besser so, wenn es die Veröffentlichung nicht wert war ... ). Und damit kommen wir auch zu einem gewichtigen Punkt bei der Suche nach Zufriedenheit: Es geht hierbei nicht um das bloße Annehmen, das sklavische Sich-Fügen. Es ist eher das Erkennen der Situation (Blogbeitrag weg) und die Analyse (es hat nicht sollen sein, die Technik spinnt) und die Konsequenz (muss eben neu geschrieben werden) und die Lehre (scheint keine Veröffentlichung wert gewesen zu sein, unausgegoren, unfertig, irreführend).
M.E. resultiert diese Einstellung aus einer Art grundsätzlicher Zufriedenheit. Diese wiederum basiert auf einigen Wertvorstellungen, die selbst gesetzt sind und verfolgt werden (hier zum Beispiel, das sich nicht so wichtig nehmen, die Zuschreibung, dass äußere Umstände das eigene Ich nunmal definieren, dass es Ursache und Wirkung immerdar gibt - womit zum einen ein Grund existiert, das dieser Blogtext nicht übernommen wurde - technisch und sozial determiniert - und zum anderen, dass der Beitrag wesentlich besser verfasst werden kann).
Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob diese eben geleistet Darstellung so geschrieben ist, dass ein Leser folgen kann? Nicht etwa, weil es hochtrabend oder komplex beschrieben wäre - sondern schlichtweg unlogisch und zu wenig stringent aufgeschrieben ist. ...
Zurück zur Zufriedenheit: Ein entscheidenter Punkt sind also selbst gesetzte Werte. Die können, an gesellschaftlichen Maßstäben gemessen, auch schlecht und gemeinschaftfeindlich sein (Warum sollte ein Räuber nicht zufrieden sein können?). Entscheidend ist daran, dass sich derjenige seiner Werte bewusst ist. Der Autor geht fest davon aus, dass jeder Mensch einen selbst gesetzten Wertekanon hat, ihn nutzt, den Umständen mehr oder weniger flexibel (leichtfertig) anpasst und sich darauf zurückziehen kann. Nur ist das wichtigste Element hierbei die Bewusstheit. Wer sich der eigenen Werte bewusst ist, sich auf diese jederzeit berufen kann - und sich in dem selbstgesetzten Sinne auch treu bleibt - der hat die Möglichkeit eine Grundzufriedenheit zu erreichen.
Das Spaßige dabei sit ja, dass gleichwohl Gefühle wie Hass, Abscheu, Verachtung, Liebe, Egoismus etc. möglich sind - es hängt einfach nur vom Individuum und den selbst gesetzten Werten und Normen ab.
Wie ist es nun mit dem Glück im Zeitbezug? Da die Werte zeitlos gelten - sie sind ja nur von der Person abhängig, und somit nur so lange gültig, wie es die Person (also hier das selbstbewusste (soz.) Individuum) will. Auf Grundlage dieser Zufriedenheit ist m.E. Glück in Momenten möglich. Ausgelöst werden die durch mehrere Faktoren wie Musik, Literatur, soziale Interaktion etc.
Dazu kommen wir später - der Alltag hat mich justemente wieder.
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