Freitag, 27. Juli 2007
Nackte Zahlen - nur!
Heidewitzka. Wer Zahlen sammelt, ist in dieser Woche auf seine Kosten gekommen. 20 000, 555, 1 100, 8, 13, 100 – um nur einige zu nennen. Sie stehen für die Anzahl der Gäste bei den Besuchertagen am Bärwalder See, das Jubiläum in Weißkeißel, die finanzierbaren Projekte der LOS-Initiative, die Startzeit des Bahnstreiks am Dienstag, den magischen Freitag und den Unkostenbeitrag für Schülerreisen, um in den Ferien mehr als das Fernsehprogramm zu erleben.
Und was haben die Zahlen gemeinsam? Nun, sie stehen für die Erfolge in der Region – aber in ihnen wohnt auch ein Ärgernis. Denn der Bahnstreik erwischte manchen überzeugten Mitfahrer kalt – weil die Informationen am Bahnhof – nun ja – „unzureichend vorhanden“ waren. Am eigenartigen Freitag XIII hat eine Fotokollegin ihre digitale Arbeitsausrüstung zu Hause vergessen, als sie zum Termin Wolfsradwegübergabe gefahren ist. Hoffentlich hat sie mit der geborgten Knipsbüchse gescheite Resultate erzielt. Zumindest ist das oberlausitzerische Abendland nicht untergegangen– denn die Zeitung liegt ja heute vor Ihnen. Aber auch bei den Besuchertagen am Bärwalder Vorzeigesee wäre besseres Wetter angebracht gewesen. Und auch die Weißkeißeler Räte sind sicher nicht froh, 1 294 Euro für eine rechtliche Auseinandersetzung bei den Bauaufträgen für das gestern Abend eingeweihte Gemeindehaus auszugeben. Die Projekte von LOS sind zwar nett, aber aus der Region melden sich dafür zu wenige Engagierte. Und mal ehrlich. Wenn Schüler „ab 100 Euro“ in die Ferien fahren dürfen – also nix billigeres zu haben ist –, dann darf ihnen der gesteigerte Fernsehkonsum nicht übel genommen werden.

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