Montag, 10. Dezember 2007
Dereinst dudelte die DDR daher ...
xiii, 21:50h
Das ist eine Ansage für alle Wendemuffel, N(Ost)algiker und rote Socken: Glaubt bloß nicht, das posttotalitäre System kommt zurück, nur weil bei den Oberentscheidern unserer ach so sozialen Marktwirtschaft die Erkenntnis reift, dass in der DDR nicht alles schlecht war. Gut, es stimmt die Aktien-, Immobilien- und Spekulationshaie unserer Tage sicher verwunderlich, dass wir alle den „polytechnischen Unterricht“ wiederhaben wollen (weil er einfach besser ist), dass die mühsam zerschlagenen Polikliniken wieder aufgebaut werden (ein Hoch auf die Gemeinschaftspraxen) und sogar die „Produktive Arbeit“ dem Nachwuchs widerfährt (auch wenn das jetzt Praktikum oder soziales Jahr heißt). Aber wenn ihr denkt, dass bald der Film „DDR-Reloaded“ in die Multiplexe (Lichtspielhäuser) kommt, täuscht ihr euch. Der Grund ist einfach: Das ist billiger. Nix mit Demo und Sozialismus und Republik. Es heißt leider weiter: Geld regiert!
Wie sehr der schnöde Mammon regiert, hat auch der Wolf erfahren. Er jaulte schon himmelhoch, als die Verträge für seine Betreuer in der Lausitz Tag um Tag im Ministerium verblieben – da kam auf SZ-Anfrage Bewegung in die Sache und nun ist es geklärt. Lupus und Lupinchen werden weiter beobachtet, die Verträge sind nicht im Reißwolf gelandet. Kurzum, wir werden weiterhin alles über Elektrozäune, Litzen und Herdenschutzvierbeinerausbilder erfahren. Der Wolf grollt der SZ.
Eine gute Erfahrung in dieser Zeitungswoche war das „rege Interesse“ diverser „Interessenten“ (Achtung: Weißer Schimmel trifft auf Schwarzen Rappen) für den Waggonbau in Niesky. Das ist eine Lehrstunde der Marktwirtschaft, wie sie das Kommunistische Manifest nicht besser hätte formulieren können: Obwohl es Bedarf an guten Waggons gibt, obwohl Wissen und Qualität stimmen, reicht das Geld nicht, um Material zu kaufen. Das kennen wir alles irgendwie. Aber in der Marktwirtschaft gibt es eben statt Planübererfüllung per Parteitagsbeschluss Investoren, die eine gute Chance zu nutzen wissen. Na vielleicht gewinnt ja einer von hier den Lotto-Jackpot – dann kann der unserer Lausitz mal richtig Zucker geben. Is‘ ja Weihnachtszeit.
Wie sehr der schnöde Mammon regiert, hat auch der Wolf erfahren. Er jaulte schon himmelhoch, als die Verträge für seine Betreuer in der Lausitz Tag um Tag im Ministerium verblieben – da kam auf SZ-Anfrage Bewegung in die Sache und nun ist es geklärt. Lupus und Lupinchen werden weiter beobachtet, die Verträge sind nicht im Reißwolf gelandet. Kurzum, wir werden weiterhin alles über Elektrozäune, Litzen und Herdenschutzvierbeinerausbilder erfahren. Der Wolf grollt der SZ.
Eine gute Erfahrung in dieser Zeitungswoche war das „rege Interesse“ diverser „Interessenten“ (Achtung: Weißer Schimmel trifft auf Schwarzen Rappen) für den Waggonbau in Niesky. Das ist eine Lehrstunde der Marktwirtschaft, wie sie das Kommunistische Manifest nicht besser hätte formulieren können: Obwohl es Bedarf an guten Waggons gibt, obwohl Wissen und Qualität stimmen, reicht das Geld nicht, um Material zu kaufen. Das kennen wir alles irgendwie. Aber in der Marktwirtschaft gibt es eben statt Planübererfüllung per Parteitagsbeschluss Investoren, die eine gute Chance zu nutzen wissen. Na vielleicht gewinnt ja einer von hier den Lotto-Jackpot – dann kann der unserer Lausitz mal richtig Zucker geben. Is‘ ja Weihnachtszeit.
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